27 04 2022

Welche Social Media Trends erwarten uns 2022?



Kaum etwas ist im Internet so sehr im Wandel wie Social Media. Die Corona Pandemie dazu geführt, dass die Social Media Nutzung stark angestiegen ist. Denn wenn im „echten Leben“ Social Distancing forciert wird, brauchen Unternehmen Alternativen zum Austausch und zur Kundengewinnung mit Social Selling.

Als Social-Media-Expertin beobachte ich seit Jahren die Trends. Trends ersetzen allerdings keine Social-Media-Strategie, sondern dienen dazu, dass man den richtigen Ressourcen-Einsatz auf die einzelnen Maßnahmen überprüft. 

Ohne Trend-Beobachtung spielt man möglicherweise veraltete und weniger erfolgsversprechende Maßnahmen durch. Mit den Erkenntnissen aus Trend-Beobachtungen lassen sich leicht Schlussfolgerungen ziehen zum optimalen Einsatz der Social-Media-Maßnahmen für Ziele wie Branding und Akquise. 

Social Media Trends Studie 2022

Die Studie Social Media Trends 2022 von Hubspot und Talkwalker hat zehn Trends entdeckt. Die Ergebnisse präsentieren wir dir nachfolgend und in der Zusammenfassung als Video. Klick auf die Grafik und du kommst zum Youtube Video.

Social Media Trends 2022

1. TikTok erobert Social Media und zwingt andere Plattformen zur Anpassung

Wenn es ein soziales Netzwerk gibt, das noch bis zum Jahr 2019 massiv unterschätzt wurde, dann ist es TikTok. Die Downloadzahlen haben sich seither überschlagen und so ist es inzwischen die beliebteste App geworden, mit der Unternehmer*in mit aktuellen und zukünftigen Kund*innen Kontakt aufnehmen können. 

Der zunächst auf Kurzvideos spezialisierte Dienst hat den Trend erkannt und angekündigt, einen E-Commerce-Aspekt und ein Monetarisierungsmodell einführen zu wollen. Mit weltweit 3 Milliarden Downloads, die den bisherigen Rekord von Facebook ganz klar in den Schatten gestellt haben, ergibt sich eine Marktmacht, die Unternehmen auf dem Schirm haben sollten, gerade, wenn es um das Erreichen der gefragten Generation Z geht. 

2. Social Ads entwickeln sich weiter, Cookies sind auf dem Rückzug

Auch der Bereich Social Ads ist im Wandel. Haben wir bisher auf das Setzen von Cookies vertraut, macht uns die Firma Google in Zukunft einen Strich durch die Rechnung. Das beliebte Cookie-Tracking soll bis 2023 auslaufen. 

Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass Social Ads die Zukunft sind, wenn es darum geht, Kund*innen persönlich und direkt zu erreichen. Wenn du bei diesem Trend mitgehst, hast du schon bald die Möglichkeit, auf Milliarden von Daten deiner potenziellen Kundschaft zuzugreifen. 

Direktes Targeting optimiert Werbeausgaben auf einem bisher nicht gekannten Level und mit etwas Geschick kannst du User Generated Content für unbezahlbare Werbung nutzen.

3. Social Selling wird die Customer Journey vereinfachen

Anzeigen und Werbeanzeigen werden sich in Richtung Social Selling bewegen. Dafür sorgt nicht zuletzt auch das Engagement der sozialen Netzwerke selbst, die mit dem Bereitstellen von E-Commerce-Lösungen dafür sorgen, dass die User das Netzwerk nicht mehr verlassen müssen, wenn sie etwas kaufen möchten. 

Davon profitieren aber nicht nur die Social Media Netzwerke selbst, sondern auch Unternehmen und Influencer*innen, die mehr und mehr strategische Partnerschaften eingehen. Schon jetzt planen 69% der Marketer, mehr in Kooperationen mit Influencer*innen zu investieren – das ist ein großer Trend, der immer stärker genutzt wird. Die Kunst besteht dabei darin, einen echten Blickfang zu generieren, der die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Mehrzahl der User*innen auf sich zieht.

 

4. Post-pandemischer Content richtet sich an Kunden-Bedürfnissen aus 

Die Covid-Pandemie hat ein Wachstum der sozialen Netzwerke von fast 14% mit sich gebracht. Die tägliche Nutzung von Social Media hat unser aller Verhalten auf den Plattformen massiv gewandelt und das wird auch nach der Pandemie so bleiben. 

Es geht jetzt nicht mehr lediglich um die pure Präsenz, sondern auch darum, all das so zu präsentieren, dass die Nutzer*innen sich davon abgeholt fühlen. Besonders die Live-Aspekte nehmen immer mehr zu und deshalb gilt es auch für Marken, am Ball zu bleiben. 

5. Omnichannel-Engagement verändert die Interaktion mit Nutzern 

Social Media verändert auch die Art und Weise, wie wir Nachrichten konsumieren. Traditionelle Medien sind stark rückläufig, besonders was die Wahrnehmung der Konsument*innen angeht. Leider bringt das auch den Aspekt der gefürchteten Fake News mit sich. 

Wenn Marken hier am Ball bleiben möchten, werden sie gezwungen sein, sich mit den Consumer Insights zu beschäftigen. Auch die sozialen Netzwerke selbst sind im Zugzwang, die über sie verbreiteten Nachrichten mit strategischen Partnerschaften weg von Fake News zu bewegen.

6. Das Influencer-Marketing wird endlich erwachsen

Beschränkte sich das Dasein der Influencer*innen bis vor Kurzem noch auf das Verbreiten von Schmink- und Kleidungstipps, ist auch dieser Bereich inzwischen erwachsen geworden. Auch diese Entwicklung hat die Pandemie massiv beschleunigt. Viele Marken haben diesen Trend inzwischen erkannt und eine Befragung ergab bereits im Jahr 2021, dass 67% der Befragten Influencer-Marketing über Instagram betreiben. Die Grenzen verschwimmen und die Menschen haben nicht mehr das Gefühl, sich zwischen Social Media und Recherche entscheiden zu müssen. Selbst Marken wie Louis Vuitton haben das erkannt und strategische Partnerschaften haben die soziale Interaktion mit der Zielgruppe massiv erhöht.

7. Marken treiben die Dezentralisierung von Social Media voran

Nicht nur die sozialen Netzwerke selbst – auch In-App-Erfahrungen der Nutzer*innen sind auf dem Vormarsch. Das geht bis hin zu Zahlungsabwicklungen. Nutzer*innen werden auch hier wieder vernetzt und das steigert die Kundenbindung enorm. All das funktioniert dezentral und gibt den Marken die Kontrolle über die User Experience zurück. Diese Macht gilt es, zu nutzen und gleichzeitig den Nutzer*innen eine rundum positive Erfahrung zu verschaffen. Die Kund*innen sind mehr als bereit dazu, sich zu vernetzen. Jetzt besteht die Kunst darin, passende und ansprechende Plattformen zu schaffen.

8. Metaversum: der virtuelle Raum verbindet Menschen und Marken

Die Grenzen zwischen physischer und virtueller Welt verschwimmen immer mehr. Dafür sorgt nicht zuletzt auch das sogenannte Metaversum, das ursprünglich von der Gaming-Industrie genutzt wurde. Der Bereich VR ist aber längst nicht mehr einigen wenigen Nerds vorbehalten, sondern wird unser aller Konsumentenverhalten massiv verändern. 

Da gilt es für Unternehmen, präsent zu sein und für die Nutzer*innen greifbar zu werden, denn nur so wird es in Zukunft möglich sein, auch die jüngeren Generationen ins Boot zu holen. Dazu müssen Sie kein Gamer sein – auch traditioneller Content wird sich auf diese Weise verbreiten.

9. Haltung zeigen ist wichtiges Unterscheidungsmerkmal für Marken

Die Zeiten, in denen Unternehmen sich mit ihrer Meinung aus den verschiedenen Diskussionen heraushalten sollten, gehören endgültig der Vergangenheit an. Corporate Social Responsibility heißt das Stichwort und es bedeutet, dass Haltung zeigen angesagt ist. Wer zu kritischen Themen keine Stellung bezieht, wirft eher ein schlechtes Licht auf sich. 

Nutzer*innen erwarten von Marken, die sie unterstützen sollen, mehr als nur gute Produkte. Da gilt es, eine gute Kultur aufzubauen und sich nicht in Polemik zu ergehen. Stattdessen müssen Marken lernen, für welche Werte sie stehen und wie sie diese kommunizieren. Nur so können sie ihre Zielgruppe weiterhin für sich gewinnen. 

10. Communitys wachsen und gewinnen an Einfluss

Erzwungene Isolation und Social Distancing hat die Art und Weise verändert, wie wir miteinander umgehen. Die Menschen haben vielfach das Bedürfnis verspürt, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. 

All das hat die Community-Entwicklung gefördert. Dieses Wissen sollten Marken für sich nutzen, um auch ihre Botschaften in den zu ihnen passenden Communitys zu verbreiten. Dabei stehen aber nicht nur  klassische Markenbotschaften im Vordergrund, sondern vielmehr soziale Themen, die polarisieren. Hier besteht die Kunst darin, die eigene Stellung auf eine gute Art und Weise zu kommunizieren. 

Du brauchst Unterstützung im Social Media Marketing?

Du siehst, Social Media gewinnt immer mehr an Bedeutung für Unternehmen. Gerne helfe ich dir mit meiner Expertise und vielen Jahren Erfahrung im Social-Media-Marketing mit Strategie, Umsetzung, Coaching und Social-Media-Onlinekurs. Nimm dazu einfach Kontakt zu Hilker Consulting auf und buche gleich deinen Termin dazu.

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Tags: Social Media Marketing

Über Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker zählt zu den besten Digital-Marketing-Experten in der DACH-Region. Als Social-Media-Pionier hat sie seit 2010 eine große Community online aufgebaut. Sie hat zehn Bücher über Online-Marketing geschrieben und eine Berufung als Marketing-Professorin erhalten. Mit Content-Marketing hat sie sich als Premium-Marke am Markt digital sichtbar etabliert. Sie gewinnt mit Social Selling renommierte B2B-Unternehmen für ihr Beratungsunternehmen „Hilker Consulting“. Dr. Hilker berät viele Unternehmen zum Digitalmarketing in der Strategie und begleitet als Coach mit ihrem Team die operative Umsetzung im Performance-Marketing mit HubSpot, um kontinuierlich wirksame Resultate zu erzielen. Zudem bietet sie in ihrer "Digital-Marketing-Akademie" viele Online-Kurse für Online-Marketing mit Social-Media-Marketing, Content-Marketing und eine Masterclass für LinkedIn Marketing und Social Selling an.

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