Digitalisierung, Marketing-Strategien mit Online Marketing, Content Marketing, Social Media
12 February 2019

Warum braucht SEO-Marketing eine Pillar Page?



SEO-Marketing bedeutet längst nicht mehr stur Keywords auszuwählen und im Text zu verteilen. Suchmaschinen denken mittlerweile semantisch und entwickeln sich weiter. Das heißt, auch wir müssen mehr in Themen denken und nicht mehr nur in einzelnen Wörtern. Seit einiger Zeit ist das Prinzip der Pillar Page daher ein erfolgreiches Konzept im SEO-Marketing.

Was ist eine Pillar Page?

Eine Website oder ein Blogartikel wird als Pillar Page bezeichnet, wenn sich dort alles um ein bestimmtes Thema dreht. Im Englischen meint pillar so viel wie Säule oder Pfeiler. Die Pillar Page ist demnach der Pfeiler, die Basis für ein ganzes Themenfeld oder, im SEO-Marketing, auch Themencluster genannt. Auf der Pillar Page wird ein Thema also zunächst eingeführt, die wichtigsten Fragen beantwortet. In diesem Beitrag zum Beispiel wäre das: was ist eine Pillar Page? Welchen Nutzen hat sie? Wie erstelle ich eine Pillar Page? Von dieser Seite gehen dann durch Links Detailseiten ab. Beispielsweise eine Pillar Page zum Thema Content Marketing führt das Thema auf anderen verlinkten Seiten weiter mit Themen, wie Tools, Strategie, KPIs, Best Practice usw.

 

HubSpot Pillar Page für SEO Marketing

Quelle: Hubspot

Diese SEO-Cluster lassen sich für Google und Co. durch normale, strukturierte und intelligent gesetzte Verlinkungen erstellen. Es gibt aber auch integrierte SEO-Tools (bei hubspot zum Beispiel), bei denen sich Pillar Pages und Themenseiten bestimmen und einander zuordnen lassen.

Welches Nutzen bringen Pillar Pages?

Suchmaschinen werden immer intelligenter. Seit längerem setzen sie nicht mehr nur auf Keywords, sondern erfassen eher Longtail-Keywords, bei denen die Suchenden voraussetzen, das die Suchmaschine ihre Intention erkennt. Auch ganze Sätze als Spracheingabe werden durch Sprachassisstenten, wie Siri oder Alexa immer beliebter. Solche Longtail-Suchanfragen können Marketers und Blogger nicht ständig komplett in ihre Texte bauen. Pillar Pages helfen von Goolge und Co. weiterhin als relevant bewertet zu werden. Sie bieten durch das Themencluster Facettenreichen und tiefgehenden Content, sie strukturieren ein Blog, sodass Suchmaschinen die Inhalte schneller erfassen können sowie die Navigation zu einem Thema übersichtlicher wird. Eine Pillar Page ist somit der Kompass durch ein breites Thema.

Kurzum, die Vorteile von Pillar Pages sind:

  • eine hohe Nutzerfreundlichkeit
  • starke SEO-Relevanz durch Longtail-Keywords, eine Verlinkungsstruktur und Backlinks
  • jederzeit erweiterbaren Evergreen-Content
  • Positionierung als Experte durch Struktur, Themenkompetenz und Wissen

Pillar Page statt Keywords?

Achtung: Das Nutzen von Pillar Pages und Themenclustern bedeutet nicht, dass Keywords für Websites und Blogs keine Rolle mehr spielen. Das Herz der Pillar Page bleibt nach wie vor ein Keyword zum Thema, über das die Suchmaschinen die Seite finden. Es ist die Verwendung der Keywords, die sich verändert hat. Es geht nicht mehr darum, sie statisch in die Headlines und diverse Male im Text einzufügen, damit der Beitrag im Ranking auffällt. Es geht mehr denn je um die relevanten, emotionalen Inhalte, die Tiefe und Breite bieten. Das schaffen Keywords nicht allein, sondern dafür braucht es Pillar Pages und Themencluster.

In 5 Schritten zur Pillar Page

Die Bedeutung der Pillar Page zeigt, dass hier, wie so häufig, strategische Planung nötig ist. Damit Content als Basis-Seite funktioniert und Suchmaschinen verschiedene Seiten als Cluster registrieren, braucht es Vorbereitung:

1. Thema wählen und Content integrieren

Als erstes müssen Sie sich für ein Themenfeld entscheiden, logisch. Welches Thema ist für Ihre Zielgruppe interessant? Gibt es bestehenden Content, der für Themencluster und die Pillar Page funktioniert? Hier ist es wichtig, die Buyer Persona im Blick zu haben und sich daran zu orientieren, was relevant und interessant sein kann.

2. Themencluster bilden

Wenn die Pillar Page ausgewählt ist, dann sollten Sie überlegen, welche Unterseiten können von der Pillar Page abgehen? Das sollten spezisische Themen und Details sein, sodass sich der Content nicht zu sehr ähnelt. Es sollten häufige Fragen geklärt werden und Sie müssen als selbstständiger Blogbeitrag funktionieren. Nur ein kurzer erklärender Abschnitt reicht nicht.

3. Inhalte erstellen

Nach der sorgfältigen Planung geht es daran, den Content zu produzieren. Achten Sie darauf, dass die Pillar Page nicht zu viel von den Detailseiten aufgreift.

4. Links nicht vergessen

Damit das Cluster-Prinzip überhaupt greift, vergessen Sie nicht die Links. Hierfür eignen sich, die in Schritt 1 und 2 ausgewählten Keywords oder aber auch weiterführende Links am Ende des Beitrags. Hier sind auch Call-to-Actions möglich. Auch die Detailseiten müssen über einen Link zurück zu Pillar Page führen.

5. Updaten

Pillar Pages sind dadurch nie wirklich fertig. Immer, wenn Sie eine neue Unterseite in das Cluster fügen, muss auch die Pillar Page erweitert werden und wenn auch nur, durch einen Link zur neuen Unterseite. Beobachten Sie da auch die Veränderung durch Mitbewerber im Suchmaschinen-Ranking, um immer weiter mithalten zu können.

Fazit: Das Verhalten von Suchmaschinen entwickelt sich stetig weiter. Das wiederum erfordert immer wieder Umdenken im SEO-Marketing. Pillar Pages sind darin Teil einer guten Struktur und Fokussierung auf relevante Themen. Nutzen Sie diesen Aufbau, um sich stärker als Experte im Ranking zu positionieren. Wir helfen Ihnen gerne bei Ihrer SEO-Strategie. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

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Tags: SEO, SEO-Marketing, Pillar Page, Themencluster

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker lehrt Marketing an der Fresenius Hochschule. Als Inhaberin von Hilker Consulting begleitet sie Unternehmen mit Strategie-Beratung, Workshops sowie als Aufsichtsrad und Beirat. Zudem leitet sie die Akademie zur Digitalisierung, die Weiterbildungen zur digitalen Transformation mit Innovations- und Change-Management anbietet. Als Autorin schreibt sie Marketing-Fachbücher − das aktuelle Buch heißt: Digital Marketing Leitfaden. Als Speaker spricht sie auf Events über Digitalisierung, Marketing und Innovationen. Ihr qualifiziertes Team sorgt für die Umsetzung der Leistungen, z.B. Content Marketing, Social Media und Marketing Automation.

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