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08 September 2014

Umdenken mit Design Thinking



Design Thinking ist eine Methode, die zur Lösung von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führt. Damit werden die Prozesse in der Digitalen Transformation und im Change Management gefördert. Nur wenn sich Führungskräfte von alten Strukturen lösen und für neue Wege öffnen, gelingt der Wandel im ganzen Unternehmen. Deshalb sind Führungskräfte besonders betroffen, denn sie bilden den Antrieb zum Umdenken.

Was ist Design Thinking?Design Thinking

Das alte Businessdenken ist darauf ausgerichtet bei Prozessen schrittweise vorzugehen, linear zu denken. Oft ist es aber besser mal kreuz und quer vorzugehen und sich dem kreativen Chaos hinzugeben. Design Thinking geht davon aus, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen zusammen Fragestellung entwickeln, die Bedürfnisse und Motivationen von Menschen berücksichtigen, und dann Konzepte entwickeln. Das bedeutet, gewohnte Wege bewusst in Frage zu stellen und zu verlassen, bei null anzufangen und vollkommen andere und neue Lösungen in Betracht zu ziehen und sogar anzunehmen. Keine leichte Aufgabe, bei der Design Thinking helfen kann.

Design Thinking fördert Innovationen

Design Thinking ist ein anwendungsorientierter Innovationsprozess, der neues Denken fördert und vor rund zehn Jahren von der Designberatung IDEO ins Leben gerufen wurde. Design Thinking wird seit 2007 am Hasso-Plattner-Institut Potsdam gelehrt. Design Thinking eignet sich für alle, die mit folgenden Fragestellungen konfrontiert sind:

  • Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen
  • Etablieren neuer Geschäftsmodelle
  • Fördertn eigener Ideen durch Ansätze "von draussen"
  • Verbessern der Innovationskultur im Unternehmen

Vorgehen im Design Thinking

Die Methode basiert auf der Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Ausführung und Lernen. Das bewusste Loslassen von alten Strukturen erfolgt hierbei in drei Schritten:

1. Inspiration: Ein Team aus verschiedenen Professionen und mit unterschiedlichen Erfahrungen kommt zusammen und analysiert eine Zielgruppe. Dabei ist es wichtig sich auf die einzelnen Perspektiven einzulassen und seine eigene damit zu kombinieren.

2. Ideation: Die aus Schritt 1 gewonnenen Erkenntnisse werden jetzt zu vielschichtigen Lösungsansätzen zusammengetragen, damit das Team aus diversen Möglichkeiten schöpfen kann.

3. Implementierung: Die besten Ansätze werden konkret geplant und dann in dem sogenannten Fast Prototyping getestet und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst.

In der letzten Phase kommt es vor allem auf die "Design Challenge" an. In einem schnellen Austausch von Test und Zielgruppen-Feedback ist das Team immer wieder gezwungen zu der Inspiration und Ideation zurückzukehren und neue Denkansätze zu entwickeln. Dadurch rückt das Feedback und somit die bekannte "Customer Experience" immer weiter in den Vordergrund, so wie es das Change Management vorsieht.

Voraussetzungen für Design Thinking

Das Prinzip des Design Thinkings sorgt dafür, dass Ideen und Lösungen immer aus der Sicht des Anwenders, des Kunden, entwickelt werden. Dessen Bedürfnisse müssen das Zentrum bilden. Es ist ein Prozess, der auf Empathie setzt, die wiederum dadurch gewonnen wird, dass Design Thinker ihre Ideen und Abläufe persönlich testen und sich somit in derselben Situation, wie ihre Kunden befinden. Zudem trägt Design Thinking zur Teambildung bei, da jedes einzelne Teammitglied mit seiner Sichtweise für die Lösung von Bedeutung ist.

Allerdings kann Design Thinking nur erfolgreich funktionieren, wenn jedes Teammitglied bereit ist Fehler zu zulassen, diese sogar zu fördern und als Anreiz zu nehmen, neu zu denken. Das ist besonders auf Seiten der Führungskräfte relevant. Deshalb sollte Design Thinking von motivierten, neugierigen und mutigen Mitarbeitern durchgeführt werden, denn diese Methode ist zunächst ein Schritt ins Ungewisse, der Innovationen zum Durchbruch verhelfen kann.

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Tags: Change Management, Digitalisierung

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker lehrt Marketing an der Fresenius Hochschule. Als Unternehmensberaterin, Beirat und Aufsichtsrat begleitet sie Unternehmen im digitalen Wandel. Ihr qualifiziertes Team sorgt für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen. Als Bestseller-Autorin schreibt sie Marketing-Fachbücher. Als Speaker spricht sie auf internationalen Events über die digitale Business Transformation.

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