Digitalisierung, Marketing-Strategien mit Online Marketing, Content Marketing, Social Media
30 April 2015

Studie zur Digitalisierung: Nachholbedarf in der Assekuranz



Kunden sind der Assekuranz technisch weit voraus. Das besagt eine neue Studie der Universität St. Gallen. 387 Verantwortliche aus über 100 Versicherungsgesellschaften im deutschsprachigen Raum wurden im Oktober und November 2014 befragt. Die zentrale Frage der Studie lautet: Welchen Einfluss hat der Übergang in eine digitale Welt auf die Rahmenbedingungen der Assekuranz?

Nachholbedarf in digitaler Kommunikation

Digitale Kundenbindung in der Assekuranz

Bis 2020 wird die Interaktion mit den Kunden größtenteils digital ablaufen. Die Studie zeigt, dass Kunden in fünf Jahren nicht mehr zwischen on- und offline unterscheiden werden. Beides, aber besonders der Online-Zugang, wird vorausgesetzt. Traditionelle Beratungsgespräche werden von digitalen Formaten, wie Chats oder Peer-to-Peer-Beratung verdrängt oder zumindest ergänzt. Auch im Hinblick auf die Informationssuche, Vertragsabschlüsse oder Schadenmanagement sehen sich die Befragten von traditionellen Vertrieben bedroht. Ohne eine Umrüstung und Sensibilisierung der Unternehmen kann der voranschreitenden Digitalisierung nicht stand gehalten werden.

Assekuranz sieht Schwächen im IT-Bereich

31 Prozent der Studienteilnehmer sehen deutliche Schwachpunkte in der IT-Infrastruktur ihrer Firmen. Dabei wurden gerade dort in den letzten Jahren hohe Investitionen getätigt. Allerdings liegen diese schlechten Bewertungen daran, dass die anderen Prozessbereiche der Versicherungen mit der Entwicklungsgeschwindigkeit des IT-Bereichs nicht mithalten können. Eine effektive und innovative Zusammenarbeit wird somit erschwert.

Zudem glauben die meisten der Befragten, dass die IT in fünf Jahren mehrheitlich von externen Agenturen betrieben wird. Das schürt bei vielen die Angst vor dem Kontrollverlust über Daten, Kundenbindung und Qualität der Arbeit.

Digitale Kundenbindung als entscheidenes Potential

Knapp 59 Prozent der Befragten sehen den Aufbau von Online- sowie mobilen Vertrieben als entscheidene Herausforderung. Über 70 Prozent setzen damit sogar die Digitalisierung der Kundenkommunikation als primäres Ziel in der Entwicklung der Assekuranz. Doch noch besteht diesbezüglich einiges an Nachholbedarf für Versicherungen an. Momentan haben die Kunden technisch einen großen Vorsprung. Das sieht aber zumindest schonmal jeder Vierte der Teilnehmer und ist der Meinung, dass es durchaus noch reichlich Potential für Industrialisierung in der Assekuranz gibt.

Die komplette Studie "Industrialisierung der Assekuranz in einer digitalen Welt" von der Universität St. Gallen erhalten Sie hier kostenfrei im PDF-Format.

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Tags: Digitalisierung, Studie, Versicherungen

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker lehrt Marketing an der Fresenius Hochschule. Als Inhaberin von Hilker Consulting begleitet sie Unternehmen mit Strategie-Beratung, Workshops sowie als Aufsichtsrad und Beirat. Zudem leitet sie die Akademie zur Digitalisierung, die Weiterbildungen zur digitalen Transformation mit Innovations- und Change-Management anbietet. Als Autorin schreibt sie Marketing-Fachbücher − das aktuelle Buch heißt: Digital Marketing Leitfaden. Als Speaker spricht sie auf Events über Digitalisierung, Marketing und Innovationen. Ihr qualifiziertes Team sorgt für die Umsetzung der Leistungen, z.B. Content Marketing, Social Media und Marketing Automation.

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