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02 September 2019

Share Economy: Was ist Business Model Innovation?



Neben all der Kritik zur Share Economy gibt es aber auch zahlreiche Startup-Unternehmen, die innovative und millionenschwere Geschäftsmodelle aus dem Konzept der Share Economy entwickelt haben (Burmann 2012). Zum Beispiel gilt Uber mit geschätzten 50 Milliarden US-Dollar (etwa 44 Milliarden Euro) als eines der wertvollsten Start-Ups überhaupt. Mit Business Model Innovationen beschäftigen wir uns in diesem  Beitrag.

Geschäftsmodell-Innovationen

Seit einiger Zeit gibt es neue Formen zur Zusammenarbeit: das Coworking. Startups, Freiberufler und Kreative arbeiten in großen Räumen zusammen. Das kann sich auf die räumliche Zusammenarbeit beschränken oder aber sogar auf gemeinsame Projekte beziehen. Solche Büros nennen sich Coworking Spaces. Sie bieten Arbeitsplätze und Infrastruktur, die auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis angemietet werden kann. Die Nutzung ist unverbindlich und zeitlich flexibel. Allein in Deutschland gibt es zurzeit über 500 Coworking Spaces, einer davon ist das Kölner Colabor. Das Ziel ist es, Impulse für einen gesellschaftlichen Wandel zu einer sozial gerechten und ökologischen Welt zu setzen.

Vier Schwerpunkte der Share Economy

Ebenfalls Unterstützer einer Wirtschaft des Teilens ist das französische Netzwerk Ouishare (Burmann et al. Wiesbaden 2012). Über lokale Veranstaltungen, Meetups oder Workshops in zahlreichen europäischen Städten sollen insbesondere vier Schwerpunkte der Share Economy verbreitet werden.

  1. Kollaborativer Konsum: Teilhabe ist besser als Eigentum und die medialen Peer-to-Peer-Netzwerke ermöglichen das Teilen und Tauschen von Produkten und Dienstleistungen.
  2. Maker-Bewegung: Die Produktion von Gütern wird durch digitale Fabrikationstechniken, lokale Produktionsstätten und dem Teilen von Open Source Hardware Designs demokratisiert.
  3. Peer-to-Peer Finance bringt Kapital in den Umlauf durch Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) und Peer-to-Peer-Kredite.
  4. Open Knowledge (öffentlich zugängliches Wissen) schafft die Basis für eine nachhaltige Gesellschaft durch die Öffnung und Demokratisierung von Regierung, Wissenschaft, Bildung, Kultur und Wirtschaft. (Oui Share 2012)

Nach dieser eher theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema Share Economy, möchten wir im fünften Beitrag gemeinsam einen Blick in die Praxis wagen.

Literatur:

Burmann, Christoph et al. (2012): Identitätsbasierte Markenführung - Grundlagen - Strategie -Umsetzung - Controlling, Wiesbaden, S. 269-273.

Foertsch, Carsten (2014): Coworking in Deutschland 2014 IN deskmag (2014): http://www.deskmag.com/de/coworking-spaces-in-deutschland-2014, Abruf: 06.03.2015.

OuiShare (2012): The Collaborative Economy, http://ouishare.net/en/about/collaborative_economy, Abruf: 06.03.2015.

Download Whitepaper: Share Economy

Tags: Share Economy, Business Model Innovation

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker lehrt Marketing an der Fresenius Hochschule. Als Inhaberin von Hilker Consulting begleitet sie Unternehmen mit Strategie-Beratung, Workshops sowie als Aufsichtsrad und Beirat. Zudem leitet sie die Akademie zur Digitalisierung, die Weiterbildungen zur digitalen Transformation mit Innovations- und Change-Management anbietet. Als Autorin schreibt sie Marketing-Fachbücher − das aktuelle Buch heißt: Digital Marketing Leitfaden. Als Speaker spricht sie auf Events über Digitalisierung, Marketing und Innovationen. Ihr qualifiziertes Team sorgt für die Umsetzung der Leistungen, z.B. Content Marketing, Social Media und Marketing Automation.

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