09 08 2022

Projektmanagement: Krisenkommunikation im Projekt



Kompetenzen zur Krisenkommunikation sind wichtig im erfolgreichen Projektmanagement. Welche Arten gibt es? Lesen Sie mehr dazu in diesem Beitrag!

Arten der Krisenkommunikation

Projektmanagement Der Begriff der Krisenkommunikation umfasst alle Projekt-Aktivitäten mit Störungen. In einem weiteren Blog-Beitrag habe ich die einzelnen Projekt-Stakeholder thematisiert. In Bezug auf Projekte gibt es zum einen unternehmensinterne Stakeholder wie: Mitarbeiten, Manager und Unternehmenseigentümer und externe Stakeholder wie: Lieferanten, Staat und Kunden sowie die Gesellschaft. In Bezug auf diese Personengruppen existieren zwei Formen der Krisenkommunikation. (Bild Quelle: pixabay)
 

1) Interne Krisenkommunikation: Zum einen spricht man von einer internen Krisenkommunikation, die sich auf die Projekt-Kommunikation innerhalb des Unternehmens und innerhalb des Projektteams bezieht. Dazu gehört nicht nur die Kommunikation während der Projektphase, sondern auch die Kommunikation während der Bildung des Projektteams. Die Projektarbeit in dieser Phase ist besonders krisengefährdet, da das Team noch nicht aufeinander abgestimmt ist, und daher sehr leicht Differenzen zwischen den einzelnen Projektmitgliedern enstehen können.

2) Externe Krisenkommunikation: Zum anderen spricht man bei der Krisenkommunikation in zahlreichen Fällen auch von einer externen Krisenkommunikation. Diese bezieht sich auf personengruppen außerhalb des Unternehmens, die einen Einfluss auf das Projekt ausüben können. Beispielswise gehören dazu die Regierung, die Gesellschaft, oder Investoren. Man spricht bei der externen Krisenkommunikation also auch von der Öffentlichkeitsarbeit.

Video-Interview zum Projektmanagement

Im Video-Interview spreche ich mit dem Projekt-Doktor Ronald Hanisch über Erfahrungen im Projektmanagement in der Praxis, inbesondere geht es um den Umgang mit Krisen im Projekt.

Krisen-Phasen im Projektmanagement

Bei einer Krise gibt es verschiedene Phasen, die aufeinander aufbauen. Welche das sind, erfahren Sie im folgenden:

1) Potentielle Krisenphase: Potentielle Krisen sind eine ständige Gefahr für Unternehmen. Daher befinden sie sich praktisch zu jeder zeit in einer potentiellen Krise. Die Haupthandlung dieser Phase beinhaltet die aktive Vorbereitung auf die Abwendung einer Krise. Um sich auf eine Krise vorzubereiten, entwerfen Unternehmen mögliche Krisenszenarien und arbeiten Pläne aus, nach denen sie in einer tatsächlichen Krise vorgehen, um die Krise so positiv, wie möglich zu beenden. Dies gilt sowohl für die interne, wie auch für die externe Krisenkommunikation.

2) Latente Krisenphase: In der Phase der latenten Krise existieren für Unternehmen bereits Anzeichen. Daher werden in dieser Phase auf der einen Seite versucht, die Krise zu vermeiden. Auf der anderen Seite werden aber auch Vorbereitungen dafür getroffen, dass die Krise tatsächlich eintritt. Kommt es dann zur Krise, greifen Unternehmen auf die ausgearbeiteten Krisenpläne zurück.

3) Akute Krisenphase: Befindet sich ein Unternehmen in dieser Phase, ist entweder eine nicht vorhersehbare Krise entstanden, oder die Strategien zur Abwendung einer Krise waren nicht erfolgreich. Daher werden in dieser Phase die vorher ausgearbeiteten Strategien zur Lösung einer Krise angewendet. In dieser Phase findet auch die direkte Kommunikation mit allen an dem Projekt beteiligten Personen statt, bei der diese über die Krise, sowie über die bisher getroffenen und noch zu treffenden Maßnahmen informiert werden.

4) Nachkrisenphase: In dieser Phase ist die Krise überstanden. Um die Reaktionen des Unternehmens zu verbessern, wird die Krise analysiert. Die Ergebnisse dieser Analyse werden dazu verwendet, die Vermeidungsstrategien, wie auch die Kommunikation zu verbessern und flexibler zu gestalten.

Ich hoffe, Ihnen hat der Beitrag gefallen und Sie konnten einen  Überblick über die einzelnen Phasen der Krisenkommunikation im Projekt gewinnen. In meinem Blog „Social Media für Unternehmen“ habe ich zudem einen Beitrag zur Social Media Krisenkommunikation mit einer Checkliste veröffentlicht.

Über Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker ist Unternehmerin, Unternehmensberaterin, Autorin, Professorin, Speaker, Dozentin und Coach. Sie ist eine führende Expertin für digitales Marketing in der DACH-Region. Sie hat als Social-Media-Pionierin ein Bestseller-Buch über Social Media geschrieben und ihre Dissertation nebenberuflich über Social Media geschrieben. Zudem hat sie eine Berufung als Marketing-Professorin an der Hochschule Fresenius erhalten. Außerdem hat sie elf Fachbücher über Online-Marketing geschrieben und ihre Online-Community aufgebaut, die über 100k Mitglieder zählt. Dr. Hilker verfügt über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen digitales Marketing, Social Media und Content-Marketing, LinkedIn Marketing und Social Selling. Sie entwickelt innovative Beratungskonzepte und berät mit ihrem Unternehmen „Hilker Consulting“ viele B2B-Unternehmen, die nach neuen Ansätzen oder frischen Ideen suchen, wie sie über Digital-Marketing neue Kunden und neue Mitarbeiter finden und ihre Produkte wirksam vermarkten können. Dr. Hilker bietet Strategie-Beratung, Schulungen, Agenturleistungen und Coaching aus einer Hand. Ihre „Digital-Marketing-Akademie“ bietet viele Onlinekurse für Online-Marketing, Social-Media-Marketing, Content-Marketing, LinkedIn Marketing und Social Selling. Außerdem ist Hilker Consulting Hubspot Partner und berät zu Wachstumsstrategien (Go-to-market Strategy) mit Inbound Marketing.

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