Digitalisierung, Marketing-Strategien mit Online Marketing, Content Marketing, Social Media
24 October 2018

Leitfaden zum Video Marketing mit Whitepaper



Viele kleinere Unternehmen schrecken vor Video Marketing zurück. Es erscheint aufwendig und teuer und braucht fundiertes Fachwissen. Sie sollten die Vorteile abwägen. Video Marketing funktioniert nämlich auch kostengünstig mit kleinerem Budget. Ich habe bereits über die strategische Ausrichtung von Webvideos geschrieben. Dieser Beitrag bietet Ihnen eine Übersicht für Ihr Vorgehen beim Videodreh sowie eine Checkliste zur Video-Planung.

Wie Sie das richtige Format finden

Videowand

Zur Video-Planung gehört ebenfalls, das richtige Format zu wählen. Welcher Filmtyp ist für Sie richtig? Wir stellen Ihnen die drei Formate vor, die sich für Unternehmen bewährt haben:

Ihr Imagefilm transportiert Ihre Firmen-Identität. Beim Imagefilm geht es um ein bestimmtes Gefühl, das der Zuschauer mit einer Firma oder einer Marke verbinden soll. Ziel ist es, eine Firmenidentität zu schaffen, zu unterstützen und zu vermitteln. Ein Imagefilm soll ein „Eyecatcher“ sein. Er soll auf Anhieb Faszination und Neugier wecken.

Ihr Produktfilm präsentiert ein spezielles Produkt. Manchmal werden kurze Informationen zur Herstellerfirma gegeben, aber das Hauptaugenmerk liegt auf der Produkt-Herstellung, Verwendung und -Handhabung. Wichtig ist es, die Bedürfnisse des Zuschauers zu kennen. Das heißt, ein Produkt für Frauen wird man anders im Film präsentierten, als eines für Männer. Die Bildsprache im Produktfilm ist lehrend. Oft werden für Filme 3D Animationen verwendet, um Abläufe zu erklären. Die Musik ist reduziert und die Sprecherstimme sachlich-erklärend.

Schulungsfilme motivieren und vermitteln Wissen. Durch den Bezug zur Erlebniswelt der Zielgruppe lassen sich Argumente einleuchtender und einprägsamer vermitteln. Beim Schulungsfilm geht es vor allem um Fakten. Die Darstellung reicht von Schrifteinblendungen über separate Datenmodule bis hin zu ergänzenden Schulungsunterlagen. Interaktive Medien bieten dabei immer neue Wege, Information mit Unterhaltung intelligent zu verknüpfen. Klassische didaktische Grundsätze wie Wiederholung, Positiv-Negativ-Darstellung und Simulation lassen sich im Wechsel verschiedener Ansprachen leichter umsetzen.

Checkliste für Ihr Video Marketing

Mit folgender Checkliste können Sie ganz einfach Ihr Kopfkino starten und Ihr eigenes Webvideo planen:

  1. Ziele: Was wollen Sie mit dem Film erreichen? (Kunden gewinnen, Produkt präsentieren, Innovationen, Neues bekannt machen, Image aufbauen, etc.)
  2. Zielkunden: Für wen wird der Film gemacht? (Besucher, Kunden, Mitarbeiter)
  3. Merkmale: Was wissen Sie über Ihre Zielkunden? (Altersgruppe, Berufe, Männer, Frauen, Jugendliche, Fachleute, Laien, etc.)
  4. Bedürfnisse: Warum soll sich die Zielgruppe mit dem Produkt befassen? Welche ihrer Probleme kann sie damit lösen? (Vorteile, Image, Sicherheit, etc.)
  5. Zielorte: Wo trifft man Ihre Zielgruppe? (auf Messen, im Internet, etc.)
  6. Image-Film: Welches Image soll vermittelt werden und welche Positionierung?
  7. Produktfilm: Wie kann man Ihr Produkt darstellen? (Herstellung, Produkt-Einsatz, Historie, Verbesserungen, Organisation, Service, Zukunftsfähigkeit, Sicherheit, etc.)
  8. Drehorte: Wo lässt sich das Produkt filmen/darstellen? (im eigenen Unternehmen, im Einsatz, bei Kunden, im Ausland, beim Endverbraucher, etc.)
  9. Umfeld: In welchem Kontext soll der Film Ihr Produkt zeigen? (Gespräch, Messe)
  10. Ansprechpartner: Wer trifft Entscheidungen? (Storyboard, Termine, Finanzen); Wer ist in Ihr Filmprojekt fachlich einzubinden? (Fachabteilung, PR, Qualitätssicherung, Auslandsvertretung, etc.)
  11. Prüfung: Wer ist dem Produzenten gegenüber für die fachliche Richtigkeit zuständig? (Kommentar-Text, Trick- Darstellungen, Animationen, etc.)
  12. Infomaterial: Welche Informationen können Sie dem Filmproduzenten im Vorfeld zur Verfügung stellen? (Broschüren, Erhebungen, Zeichnungen, Fotos, etc.)
  13. Mehrsprachigkeit: Werden Fremdsprachen gebraucht?
  14. Formate: Soll der Film auch als Großbild vorgeführt werden können?
  15. Filmmaterial: Soll Archiv-Material eingebunden werden?
  16. Marktforschung: Welche Konkurrenz haben Sie? (Wie stellt die Konkurrenz ihr Produkt dar, welche Stärken hat Ihr Produkt, etc.)
  17. Favoriten: Haben Sie Vorbilder-Filme?
  18. Budget: Wie ist Ihr Budget für: Produktion, Fremdsprachen, Kopien, etc.
  19. Zeitplan: Wann soll Ihr Film fertig sein?

In sieben Schritten zum Video-Dreh

Folgende sieben Schritte haben sich im Vorgehen bewährt, um systematisch, zielorientiert und kostengünstig, qualitativ hochwertige Filme zu produzieren.

  1. Das Kennlern-Treffen: Zuerst findet ein persönliches Gespräch statt mit Marketing- und Filmteam, um zu klären, um welches Thema es gehen soll und welches Budget zur Verfügung steht. Das Kennenlernen zeigt auch, ob die „Wellenlänge stimmt“.
  2. Storyboard entwerfen: Nun wird das Storyboard erstellt, um den Inhalt des Videos zu skizzieren und eine Grundlage zum kreativen Gedankenaustausch zu haben. Zudem werden die technischen Vorgehensweisen geklärt und festgelegt, z.B. welche Drehorte werden benötigt, welche Personen sind zu filmen, wer wird interviewt, welche Produkte sollen gezeigt werden, etc.
  3. Drehstart: Nachdem alle Details geklärt sind, beginnen die Dreharbeiten. Bei den Filmaufnahmen werden die im Storyboard festgelegten Szenen gedreht.
  4. Postproduktion: Das Filmmaterial wird digitalisiert und geschnitten. Dabei werden Sequenzen aus dem gedrehten Material ausgewählt, die besonders ausdrucksstark sind. Emotionale Musik unterstreicht die Dramaturgie der Bilder.
  5. Erste Abnahme: Nachdem der Film seine vorläufige Form gefunden hat, findet eine Rohschnittabnahme statt, bei der eventuelle Änderungen besprochen werden.
  6. Technischer Feinschliff: Nach der Rohschnittabnahme wird der Film technisch aufgearbeitet: die Farbwerte der einzelnen Filmaufnahmen werden korrigiert und angeglichen, der Ton erhält eine gleichmäßige Lautstärke.
  7. Verbreitung: Dann wird der Film in die Wunsch-Formate konvertiert, z.B. fürs Internet. Schließlich werden die Filme auf eine DVD gebrannt. Auf Wunsch wird der Film direkt auf die Website geladen und online in Business-Portale gestellt, z.B. bei YouTube und Clipfish oder auch verlinkt auf LinkedIn, Xing und Co.

Wenn Sie professionelle Unterstützung suchen, dann sind Sie hier richtig! Geht es um Video-Marketing mit Storytelling, Social-Media- und Content-Marketing, dann schreiben Sie eine E-Mail an Hilker Consulting. Mehr Einblicke in das Thema Video Marketing finden Sie in unserem kostenlosen Whitepaper.

Whitepaper Marketing mit Webvideos

 

Tags: video, Marketing, Strategie

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker lehrt Marketing an der Fresenius Hochschule. Als Unternehmensberaterin, Beirat und Aufsichtsrat begleitet sie Unternehmen im digitalen Wandel. Ihr qualifiziertes Team sorgt für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen. Als Bestseller-Autorin schreibt sie Marketing-Fachbücher. Als Speaker spricht sie auf internationalen Events über die digitale Business Transformation.

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