05 10 2015

Herausforderungen der Digitalisierung



Die Digitalisierung fordert bei Unternehmen grundlegende Veränderungen in der Organisationsstruktur, wobei zahlreiche Dinge zu beachten sind. Während der dmexco 2015 fand zu diesem Thema eine Debatte statt, an der Vorstandsmitglieder von Microsoft Deutschland, Telefonica, OTTO, Jung v. Matt und BVDW, teilgenommen haben. Es ging um die Frage: Was sind die größten Herausforderungen für Unternehmen bei der digitalen Transformation?

Hinter jedem Prozess stehen Menschen

Zu Beginn wurde die Frage gestellt: Was sind die größten Herausforderung für Unternehmen? Es zeigte sich, dass die größte Herausforderung mit 64 Prozent der Mensch selbst ist.

Markus Haas von Telefonica meinte, dass die Digitalisierung Chefsache sein müsse. Der Prozess der Veränderung müsse von oben nach unten verlaufen. Um die Digitalisierung erfolgreich bestehen zu können, müssen die Mitarbeiter mitgenommen werden. Bei der Telefonica sind 39 Prozent der Kundenkontakte digital. Das beinhaltet Anfragen, Adressänderungen und Wahloptionen. Bis 2020 soll sich dieser Umfang noch auf bis zu 75 Prozent erhöhen. Ein Vorteil bei diesem Vorgang war laut Haas die Fusion mit E-Plus, durch die die Unternehmensorganisation neu erschaffen werden konnte. Dabei konnten Kernkompetenzen herausgestellt werden. Die Digitalisierung hört nie auf und Unternehmen müssen sich täglich damit auseinandersetzten und das Neue vorleben. Um dies zu erreichen, müssen sie Silos abbauen und aus allen Bereichen Mitarbeiter zusammenziehen.

Die Digitalisierung ist eine Kulturfrage

Markus Frank von Microsoft ist der Meinung, dass es entscheidend ist, alle Unternehmensprozesse unter dem Standpunkt der Digitalisierung zu betrachten, da die Digitalisierung eine Kulturfrage ist. Um das ganze Unternehmen an der digitalen Transformation zu beteiligen, sollte bei der Entwicklung einer neuen Technologie nicht nur auf das nächste Jahr geschaut werden, sondern auch auf die nächsten fünf Jahre. Kommt es zur digitalen Transformation, müssen Unternehmen nach Marc Oppelt flexibel sein. Die Führung in der Digitalisierung ist Aufgabe des Top-Managements, das in der Lage sein muss, eine kritische Masse im Unternehmen herzustellen, die offen für Veränderungen ist. Nach Haas dürfen sich Unternehmensabteilungen nicht abschotten und Silos bilden, da so eine Veränderung der Unternehmenskultur unmöglich ist. Dazu müssen Unternehmen in der Lage sein, Mitarbeiter Freiräume zu gewähren.

Digitalisierung: Blockaden mit Change Management lösen

Von der Digitalisierung profitieren die Kunden

Wer sind die größten Gewinner der Digitalisierung? Es zeigte sich eindeutig, dass die Kunden im Mittelpunkt stehen. Dies belegt auch das Ergebnis von 59 Prozent der Antworten.

Das bedeutet, dass Unternehmen in der Pflicht sind, ihre Produkte individuell an die Wünsche der Kunden anzupassen. Als Folge zieht dies zwangsläufig eine Individualisierung des Unternehmens nach sich.

Die Digitalisierung betrifft jedes Unternehmen

Nach Thomas Strerath von Jung v. Matt ist die Risikofurcht der Unternehmen ein Hindernis bei der Digitalisierung. Um dieses Problem zu lösen, müssen Unternehmen mutig sein, eine neue Strategie zu entwickeln. Die Digitalisierung darf nicht als etwas Besonderes gesehen werden. Dass dies ein Fehler bei Unternehmen ist, zeigt sich laut Strerath durch die zahlreichen Positionstitel, wie CDO, Chief Digital Officer. Unternehmen müssen Mut zur Veränderung haben und dürfen keine Scheu vor Fehlern zeigen.

Fazit: Um die Digitalisierung erfolgreich durchlaufen zu können, dürfen Unternehmen niemals aufhören, an sich zu arbeiten und sich zu verbessern. Die Mitarbeiter eines Unternehmens stehen im Zentrum der Umwandlung. Deshalb muss sich die Unternehmenskultur so verändern, dass alle Mitarbeiter in die Prozesse eingebunden werden und zwischen den einzelnen Abteilungen Netzwerke entstehen. Dies verhindert, dass sich Abteilungssilos bilden, bei denen eine Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen unmöglich wird. Außerdem ist die Nähe zu den Kunden von großer Bedeutung, da diese an ihre Bedürfnisse angepasste Produkte wünschen. Um dies zu erreichen, müssen Unternehmen in ständiger Interkation mit den Kunden stehen und eine Kommunikation auf Augenhöhe führen.

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Tags: Digitalisierung

Über Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker ist Unternehmerin, Unternehmensberaterin, Autorin, Professorin, Speaker, Dozentin und Coach. Sie ist eine führende Expertin für digitales Marketing in der DACH-Region. Sie hat als Social-Media-Pionierin ein Bestseller-Buch über Social Media geschrieben und ihre Dissertation nebenberuflich über Social Media geschrieben. Zudem hat sie eine Berufung als Marketing-Professorin an der Hochschule Fresenius erhalten. Außerdem hat sie elf Fachbücher über Online-Marketing geschrieben und ihre Online-Community aufgebaut, die über 100k Mitglieder zählt. Dr. Hilker verfügt über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen digitales Marketing, Social Media und Content-Marketing, LinkedIn Marketing und Social Selling. Sie entwickelt innovative Beratungskonzepte und berät mit ihrem Unternehmen „Hilker Consulting“ viele B2B-Unternehmen, die nach neuen Ansätzen oder frischen Ideen suchen, wie sie über Digital-Marketing neue Kunden und neue Mitarbeiter finden und ihre Produkte wirksam vermarkten können. Dr. Hilker bietet Strategie-Beratung, Schulungen, Agenturleistungen und Coaching aus einer Hand. Ihre „Digital-Marketing-Akademie“ bietet viele Onlinekurse für Online-Marketing, Social-Media-Marketing, Content-Marketing, LinkedIn Marketing und Social Selling. Außerdem ist Hilker Consulting Hubspot Partner und berät zu Wachstumsstrategien (Go-to-market Strategy) mit Inbound Marketing.

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