Digitalisierung, Marketing-Strategien mit Online Marketing, Content Marketing, Social Media
31 October 2016

Digitalisierung und Innovationen: Zwischen Investition und Tradition



Wie verhalten sich Tradition und Digitalisierung? Die Digitalisierung sollte längst im Fokus liegen und jede Entscheidung lenken. Doch eine Studie der KfW-Bank zum Thema "Digitalisierung im Mittelstand" zeigt, dass die Digitalisierung in vielen mittelständischen Unternehmen noch nicht so ausgeprägt ist, wie es sein sollte. Ein Drittel der Befragten ist noch im Grundstadium. Das heißt, sie haben eine digitale Datenverarbeitung und eine Website. Zwar führen vier von fünf Unternehmen digitale Projekte durch, doch dabei beschränkt es sich auf IT-Projekte (Hard-/Software, Weiterbildungen).

Digitalisierung braucht Investition

Ein Hauptproblem zeigt die Studie in der Finanzierung der Digitalisierung. Die Mehrheit der Unternehmen investiert weniger als 10.000 Euro im Jahr, während lediglich fünf Prozent tief in die Tasche greifen und jährlich mehr als 100.000 Euro investieren. Viele Unternehmen kommen dabei in die Bredouille bei ihren Banken. Eigentlich ist es sinnvoll für die Digitalisierung Firmenkredite für Mitarbeiter und Schulungen zu erhalten. Doch diese Ziele sind für Banken schlecht greifbar. 77 Prozent der befragten Unternehmen bezahlen diese Investitionen lieber aus ihren laufenden Einnahmen, was selbstverständlich, auf alle Unternehmenskosten gerechnet, zunehmend zum Problem wird.

Herausforderungen der Digitalen Transformation

Die Finanzierung ist aber nicht die einzige Herausforderung, die die Befragten in der Digitalen Transformation spüren. Wie die Abbildung zeigt, stehen mit ganz oben die mangelnde Kompetenz der Mitarbeiter, der Datenschutz und die Internetverbindung.
 
Digitale Transformation Herausforderungen
 
Die Internetverbindung ist in vielen Unternehmen langsam und schwierig. Doch selbst die Unternehmen mit einer schnellen Verbindung, haben das Internet als Hemmnis angegeben (53%). Sie haben oft sehr hohe Ansprüche, aufgrund der schnellen Verbindung. Es kann quasi nie schnell genug sein. In Bezug auf die kompetenten Arbeitskräfte, haben besonders Unternehmen mit hohen Aufgaben Schwierigkeiten, denn geeignete Fachkräfte und Weiterbildungen bleiben auf der Strecke. Doch Experten sind unausweichlich notwendig.

Banken versuchen Innovationsmanagement

Die Kompetenz- und Finanzierungslücke versuchen Banken mit Innovationsmanagement zu füllen. So stellen sich zum Beispiel die Sparkasse und die Commerzbank als Ansprechpartner für Themen wie E-Commerce zur Verfügung. Dafür schulen sie Personal, um die Kundenerwartungen nach digitalen Ansprechpartnern zu erfüllen. Gleichzeitig entwickeln sie Maßnahmen zur Digitalisierung von Produkten und Services. Das ist auch dringend nötig, damit sie dem Wettbewerb der sogenannten Fintechs standhalten können.

Fintechs erhöhen Einsatz in Digitale Transformation

Fintechs sind vor allem im Finanzsektor zu finden. Damit sind Startups gemeint, die auf Basis neuer Technologien und kundenzentrieten Ansätzen, Angebote für den Finanzsektor entwickeln. Was dies genau für Unternehmen, wie Banken und Versicherungen bedeutet, haben wir bereits ausführlich auf unserem Themenblog, dem Finanz-Marketing-Blog, beschrieben. Die App Knip ist ein solches Startup, um nur mal ein Beispiel zu zeigen.
 
Digitale Transformation mit Knip
Was ist Knip?
Das Startup Knip bietet eine App, die als mobiler Versicherungsmanager für den Nutzer alle seine verschiedenen Versicherungspolicen bündelt. Im Überblick sieht man alle Versicherungen: bei welchem Anbieter sie abgeschlossen wurden, die Höhe der Beiträge sowie wann die nächsten Beiträge fällig sind. Außerdem können die Nutzer via Knip ihre Tarife ändern, kündigen und einen Versicherungsschaden melden. Knip agiert als Versicherungsmakler und vermittelt  Versicherungen wie Hausrat, Haftpflicht, Auto, Rechtsschutz, Reiserücktritt, Kranken-, Lebens-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung.
 
Wie funktioniert Knip?
Knip gibt es für mobile Endgeräte mit Apple oder Android Betriebssystem. Nach der Installation sucht der Nutzer die Versicherungen aus einer Liste, bei denen er Policen abgeschlossen hat. Dann braucht die App noch persönliche Daten, wie Name, Adresse und Geburtsdatum, damit der Nutzer einen Registrierungscode per SMS erhalten kann. Nachdem der Nutzer sich mit dem Code registriert hat, wird er zu einer digitalen Unterschrift aufgefordert. Damit wird der App das Maklermandat erteilt. Das heißt: Knip tritt ab sofort für alle registrierten Versicherungen als Makler auf und kassiert die Courtagen (Bestandsprovision). Wichtig: Wenn Anwender dies nicht wollen, können Sie direkt in der App von dem Maklermandat zurücktreten. Das hat aber wohlgemerkt zur Folge, dass Knip die Betreuung der Versicherungen nicht übernimmt. Letztlich ist der Nutzen die App also nur mit einem Maklermandat möglich.
 
Fazit: Die Digitale Transformation hält nach wie vor viele Herausforderungen für Unternehmen bereit. Doch Unternehmen müssen sich diesen Herausforderungen offen und investitionsbereit stellen. Wenn sie alle Mittel zurückhalten und auf einen veralteten Weg setzen, werden sie nicht weit kommen. Doch der Weg nach vorn, braucht die richtige und passende Digital-Strategie. Bei Interesse beraten wir Sie gerne dazu. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie an unter +49 211 6000-614.
 
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Tags: Digitalisierung, Innovationen

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker lehrt Marketing an der Fresenius Hochschule. Als Unternehmensberaterin, Beirat und Aufsichtsrat begleitet sie Unternehmen im digitalen Wandel. Ihr qualifiziertes Team sorgt für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen. Als Bestseller-Autorin schreibt sie Marketing-Fachbücher. Als Speaker spricht sie auf internationalen Events über die digitale Business Transformation.

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