01 September 2018

Studie zur Digitalisierung: Neue Herausforderungen für Dienstleister



Wie meistern Dienstleistungsunternehmen die Digitalisierung? Den immer komplexer werdenden Anforderungen sehen sich viele Dienstleister kaum mehr gewachsen. Das Software-Unternehmen Deltek hat in seiner Studie Insight to Action 700 Entscheider weltweit zur Zukunft im Dienstleistungsmarkt befragt. Lesen Sie mehr dazu im Artikel.

Herausforderungen durch Veränderungen

Der Druck auf dem Dienstleistungssektor wird immer größer – Margen werden enger und Kunden anspruchsvoller. Sie erwarten mehr Transparenz und bleiben nicht länger einem Anbieter treu, sondern beauftragen verschiedene Firmen für ihre Aufgaben. Das Ertragswachstum ist in den letzten drei Jahren von 10 auf 8 Prozent gesunken.

Dienstleistungsunternehmen müssen zeitnah auf die veränderten Bedingungen reagieren, wenn sie am Markt in Zukunft bestehen wollen. Allerdings sind 91 Prozent aller Entscheider nicht der Meinung, dass ihr Unternehmen ausreichend auf diese Risiken richtig vorbereitet ist.

Deltek Studie_Dienstleistungen Digitalisierung_Unvorbeiretete Firmenrisiken

Quelle: Deltek

Hinzu kommen Bedrohungen wie Konkurrenz von Unternehmen, die neu auf den Markt drängen sowie neue Technologien, die das Business beschleunigen. Es ist nicht nur eine schnelle Reaktion auf bestehende Herausforderungen gefragt, sondern auch vorausschauendes Handeln. Versuche, Performance und Planung innerhalb eines Unternehmens zu verbessern, gibt es zum Teil. Allerdings ist mehr als die Hälfte der Firmen mit den Resultaten unzufrieden. Die Daten, die neue Technologien und Social Media generieren, müssen ebenfalls entsprechend verwaltet und sensibel behandelt werden.

Best Practice: Wikistrat nutzt Plattform Ökonomie

Es gibt im Dienstleistungssektor großen Handlungsbedarf, was neue Technologien und Entwicklungen angeht. Einige Dienstleister zeigen, wie der digitale Wandel gelingt. Ein Beispiel: Wikistrat betreibt ein globales Netzwerk von über 2.200 Fachexperten, die über eine Online-Plattform zusammenarbeiten, um Entscheidungsträgern dabei zu helfen, Lösungen für komplexe strategische Herausforderungen zu finden. Diese Strategie nennt man Plattform Ökonomie.

Wikistrat_Plattform Ökonomie_Hilker

Der Crowdsourcing-Ansatz ermöglicht es Kunden, mit hoher Geschwindigkeit und Kosteneffizienz tiefere Einblicke in die Zukunft zu erhalten - und gleichzeitig kreativere politische Optionen und Strategien zu planen. Die Crowdsourcing-Methode von Wikistrat - Collaborative Competition - ermöglicht die Generierung vielfältiger und interdisziplinärer Erkenntnisse, die durch traditionelle Analyse nicht verfügbar sind, mit vollständiger Transparenz und Kundeninteraktivität.

Upwork und PeoplePerHour sind ähnliche Freelancer-Portale, die rund um den Globus verschiedene Dienstleister vernetzen. Das hat wiederum Auswirkungen auf die Honorare und macht zwischengeschaltete Agenturen überflüssig. Mobile Technologien insgesamt sorgen dafür, dass alle Beteiligten schneller informiert sind – auf der anderen Seite zwingen sie beispielsweise die Projektmanager, Stakeholdern immer voraus zu sein.

Handlungsempfehlungen zur Digitalisierung

Dienstleister dürfen vor den neuen Entwicklungen nicht die Augen verschließen. Sie müssen die Risiken analysieren und die Koordination von Projekten und Personal verbessern. Wilder Aktionismus ist nicht zielführend – es gehört vor allem eine detaillierte Compliance-Strategie dazu wie Datenschutz sowie die richtigen Software-Tools. Wichtig ist, sich zunächst eine Strategie zur Digitalisierung zu entwickeln, bevor im Unternehmen die Umsetzung startet.

Deltek_Dienstleistungen Digitalisierung_Ziele Projektmanagement

Quelle: Deltek

Unternehmenskultur und Personalpolitik

Zudem ist es wichtig, das Personal richtig zu führen. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass neue junge Mitarbeiter andere Ansprüche stellen und nicht mehr so loyal einem Arbeitgeber gegenüber sind wie frühere Generationen. Häufige Jobwechsel sind normal. Um potenzielles Personal zu gewinnen und zu halten müssen Unternehmen immer mit der fortschreitenden Digitalisierung mithalten.

Deshalb muss sich einiges in der Personalpolitik ändern. Young Professionals fordern zwar mehr Freiheiten, übernehmen dafür aber auch mehr Verantwortung und Entscheidungen. Entsprechend müssen ihnen Aufgaben übertragen und Talent-Entwicklung und Karriere-Chancen eröffnet werden. Das beginnt schon beim Marketing und dem Recruitment: Firmen müssen Mission und Vision zur Digitalisierung verständlich offen legen und aktiv kommunizieren.

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Tags: Studie, Digitialisierung, Dienstleister

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker lehrt Marketing an der Fresenius Hochschule. Als Unternehmensberaterin, Beirat und Aufsichtsrat begleitet sie Unternehmen im digitalen Wandel. Ihr qualifiziertes Team sorgt für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen. Als Bestseller-Autorin schreibt sie Marketing-Fachbücher. Als Speaker spricht sie auf internationalen Events über die digitale Business Transformation.

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