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02 July 2015

Share Economy - Grundlagen & Hintergründe (1/6)



Das Time-Magazin hat die Sharing Economy zu einer der zehn Ideen gekürt, die die Welt verändern werden: „Someday we’ll look back on the 20th century and wonder why we owned so much stuff“ (Walsh 2011). Share Economy ist ein Thema, das sowohl aus gesellschaftlicher, als auch aus technischer Perspektive relevant ist und viel Veränderung für die Kommunikationsbranche mit sich bringt. Daher haben wir uns dazu entschieden dieses Thema für Sie näher zu beleuchten. Im der kommenden Blog-Serie soll das Thema umfassend diskutiert werden. Im ersten Beitrag möchten wir uns nun dem Thema grundlegend nähern: Share Economy - Grundlagen und Hintergründe.

Was bedeutet Share Economy?

Besitz ist nicht länger die Voraussetzung für die Nutzung von Konsumgütern. Share Economy geht mit eigentumsersetzendem Konsum einher. Damit ist das Ausleihen oder Tauschen von Gegenständen oder Bereitstellen von Räumen und Flächen durch Privatpersonen und Interessengruppen gemeint. Das Grundprinzip heißt also: „Teilen statt Besitzen“. Die Varianten sind: Tauschen, leihen oder mieten statt kaufen. Das Konsumgut wird also nicht als Eigentum erworben, sondern temporär benutzt, bewohnt oder bewirtschaftet oder gemietet. Im Mittelpunkt steht Collaborative Consumption, der gemeinsame Konsum. Die Güter wechseln den Besitzer, solange sie brauchbar bzw. verfügbar sind. Die Instandsetzung ist in der Regel Sache des Eigentümers. Allerdings werden nicht nur Gegenstände wie Autos geteilt, sondern auch Wissen, Kontakte und Infrastruktur. „In der Share Economy werden nicht nur Gegenstände geteilt, sondern auch Wissen, Kontakte und Infrastruktur."

Die Rolle der Kunden

Kunden konsumieren nicht nur, sie werden ebenso zu Distributoren. Es geht dabei um Prozesse wie one-to-one (Beitrag versenden per E-Mail), one-to-many (Beitrag via Facebook teilen) oder ein many-to-many (viele teilen ihr Wissen, z.B. Wikipedia). Die Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers richten große Erwartungen an die Sharing Economy. Sie schätzen den Umsatz im Jahr 2025 auf bis zu 335.000.000.000 US Dollar (PWC 2014).

Die Generation Y als Vorreiter?

Den Begriff „Sharing Economy“ prägte der Harvard-Professor Martin Weitzmann. Er sagt, dass sich der Wohlstand für alle erhöht, je mehr unter allen Marktteilnehmern geteilt wird (Weitzmann,1984). Damals waren Second-Hand-Geschäfte die Vorreiter. 2009 wurde der Begriff auf der “next09″-Konferenz für den Bereich Internet verwendet. Share Economy war auch das Motto der CeBIT 2013. Das Phänomen des Teilens ist keine Erfindung der Generation Y. Dennoch ist das Teilen bei den 14-19 Jährigen besonders beliebt. Bereits 2012 hat eine Studie im Auftrag der Plattform Airbnb gezeigt, dass 55 Prozent der jüngeren Internetnutzer Erfahrungen mit alternativen Besitz- und Konsumformen gesammelt haben.

 

BildBeitrag1 Quelle: Heinrichs und Grunenberg (2012): „Sharing Economy“ (n=1.000, Studie im Auftrag von airbnb)

Der Einfluss von Social Media & Co

Der IT-Verband BITKOM hat eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass 85 Prozent der Internetnutzer dem Teilen gegenüber aufgeschlossen sind (BITKOM 2013). Demnach findet der Austausch von Wirtschaft zunehmend Verbreitung in der Wirtschaft und im Privatleben. Die Treiber sind u. a. innovative Informationstechnologien, Social Media und neue gesellschaftliche Werte. Sharing Economy generiert neue Konzepte (und auch neue Geschäftsmodelle), die Transaktionskosten einsparen, indem Barrieren wie Gatekeeper und andere Hindernisse sowie Kosten umgangen werden. Somit können Güter günstiger am Markt platziert werden als es Unternehmen mit einem klassischen Geschäftsmodell vermögen. Nach der Einführung in die Share Economy dreht sich im folgenden Beitrag alles um die Ursachen und Folgen.

Literatur:

BITKOM (2013): Share Economy Das Internet schafft eine Kultur des Teilens, http://www.bitkom.org/de/presse/78284_75237.aspx, Abruf: 06.03.2015.

PWC / PricewaterhouseCoopers (2014): The sharing economy: how is it affecting you and your business? http://www.pwc.co.uk/issues/megatrends/collisions/sharingeconomy/index.jhtml, Abruf: 06.03.2015.

Walsh, B.: Today’s Smart Choice: Don’t Own. Share, in: Time Magazine, 17.3.2011. http://content.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,2059521_2059717_2059710,00.html. Abruf: 06.03.2015

Weitzmann, M. (1984): The Share Economy: conquering stagflation. Harvard University Press.

Download Whitepaper: Share Economy

Weitere Beiträge zum Thema

> Share Economy via Nachbarschaft: Geräte leihen und verleihen

> Share Economy: Teilen statt besitzen

> Share Economy: Experten-Interview mit Claudia Hilker

Tags: Share Economy, Blog, Marketing

Über Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker ist Marketing-Expertin und berät zahlreiche Kunden im Content Marketing. Neben der Beratung zählt auch die Umsetzung und Begleitung als Interimsmanager, Projekt-Leiter oder Agentur-Dienstleister dazu. Zudem bietet sie Seminare, Workshops und Vorträge dazu an. Als Bestseller-Autorin hat sie neun Marketing-Fachbücher sowie eine nebenberufliche Dissertation über Social-Media-Marketing geschrieben.

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