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28 July 2015

Share Economy - Business Model Innovation (4/6)



Neben all der Kritik zur Share Economy gibt es aber auch zahlreiche Startup-Unternehmen, die innovative und millionenschwere Geschäftsmodelle aus dem Konzept der Share Economy entwickelt haben (Burmann 2012). Zum Beispiel gilt Uber mit geschätzten 50 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 44 Milliarden Euro) als eines der wertvollsten Start-Ups überhaupt. Mit diesen Wirkungsweisen bezüglich Business Model Innovationen beschäftigen wir uns in diesem  Beitrag.

Anstoß zu innovativen Geschäftsmodellen

Es existiert seit einiger Zeit eine neue Form der Zusammenarbeit: das Coworking. Startups, Freiberufler und Kreative arbeiten in großen Räumen zusammen. Das kann sich auf die räumliche Zusammenarbeit beschränken oder aber sogar auf gemeinsame Projekte beziehen. Derartige Büroflächen nennen sich Coworking Spaces und bieten Arbeitsplätze und Infrastruktur, die auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis angemietet werden kann. Die Nutzung ist unverbindlich und zeitlich flexibel. Allein in Deutschland gibt es zurzeit über 300 Coworking Spaces (Foertsch 2014), einer davon ist das Kölner Colabor. Das gemeinsame Ziel ist es, Impulse für einen gesellschaftlichen Wandel zu einer sozial gerechten und ökologischen Welt zu setzen.

Vier Schwerpunkte der Share Economy

Ebenfalls Unterstützer einer Wirtschaft des Teilens ist das französische Netzwerk Ouishare (Burmann et al. Wiesbaden 2012). Über lokale Veranstaltungen, Meetups oder Workshops in zahlreichen europäischen Städten sollen insbesondere vier Schwerpunkte der Share Economy verbreitet werden, die in der folgenden Abbildung dargestellt werden.

 

Schwerpunkte der Share Economy; eigene Darstellung Schwerpunkte der Share Economy; eigene Darstellung

 

 

  1. Kollaborativer Konsum: Teilhabe ist besser als Eigentum und die medialen Peer-to-Peer-Netzwerke ermöglichen das Teilen und Tauschen von Produkten und Dienstleistungen.
  2. Maker-Bewegung: Die Produktion von Gütern wird durch digitale Fabrikationstechniken, lokale Produktionsstätten und dem Teilen von Open Source Hardware Designs demokratisiert.
  3. Peer-to-Peer Finance bringt Kapital in den Umlauf durch Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) und Peer-to-Peer-Kredite.
  4. Open Knowledge (öffentlich zugängliches Wissen) schafft die Basis für eine nachhaltige Gesellschaft durch die Öffnung und Demokratisierung von Regierung, Wissenschaft, Bildung, Kultur und Wirtschaft. (Oui Share 2012)

Nach dieser eher theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema Share Economy, möchten wir im fünften Beitrag gemeinsam einen Blick in die Praxis wagen.

Literatur:

Burmann, Christoph et al. (2012): Identitätsbasierte Markenführung - Grundlagen - Strategie -Umsetzung - Controlling, Wiesbaden, S. 269-273.

Foertsch, Carsten (2014): Coworking in Deutschland 2014 IN deskmag (2014): http://www.deskmag.com/de/coworking-spaces-in-deutschland-2014, Abruf: 06.03.2015.

OuiShare (2012): The Collaborative Economy, http://ouishare.net/en/about/collaborative_economy, Abruf: 06.03.2015.

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Tags: Share Economy, Blog, Marketing

Über Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker ist Marketing-Expertin und berät zahlreiche Kunden im Content Marketing. Neben der Beratung zählt auch die Umsetzung und Begleitung als Interimsmanager, Projekt-Leiter oder Agentur-Dienstleister dazu. Zudem bietet sie Seminare, Workshops und Vorträge dazu an. Als Bestseller-Autorin hat sie neun Marketing-Fachbücher sowie eine nebenberufliche Dissertation über Social-Media-Marketing geschrieben.

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