23 March 2016

Projektmanagement: Zusammenfassung der Serie



In der Beitragssrerie zum Thema Projektmanagement habe ich alle Themen behandelt: von der Stakeholder Analyse über den Zeitplan bis zum Selbstmanagement. Nun fasse ich das Thema zusammen.

Projektmanagement im Überblick

Um noch einmal die Inhalte der Beitragsreihe zum Projektmanagement ins Gedächtnis zu rufen, finden Sie im Folgenden alle Beiträge zusammengefasst:

Projektmanagement Quelle: Hilker Consulting

  1. Stakeholder Analyse: Die Analyse der Stakeholder beginnt mit deren Identifizierung. Im großen unterscheidet man zwischen internen und externen Stakeholdern. Interne Stakeholder sind die Mitarbeiter des Unternehmens, der Manager und die Unternehmenseigentümer. Zu den externen Stakeholdern zählen Lieferanten, der Staat und Kunden, sowie Gläubiger und die Gesellschaft. Um die für den Projekterfolg entscheidenden Personen noch weiter herauszuheben, lassen sich diese in Schlüsselpersonen aufteilen.
  2. Kommunikation: Die Kommunikation in und um Projektteams kann auf zwei Arten ablaufen. Dabei Unterscheidet man zwischen der formalen und der informellen Kommunikation. Die formale Kommunikation beinhaltet alle Kommunikationsarten außerhalb des Projektteams.  Innerhalb des Unternehmens gehören dazu die Manager und Unternehmenseigentümer. Betrachtet man die Adressaten aus dem externen Bereich, werden Lieferanten, der Staat, Gläubiger, Kunden und die Gesellschaft in Betracht gezogen. Die informelle Kommunikation als Kommunikationsform kommt grundsätzlich innerhalb von Projektteams zum tragen. Der Vorteil einer informellen Kommunikation ist der, dass unnötige Hürden übersprungen und Barrieren zwischen den Projektmitgliedern abgebaut werden.
  3. Teambuilding: Das Teambuidling in Projektteams verläuft mit dem Forming, dem Storming, dem Norming und dem Perfoming über vier Phasen. In der ersten Phase wird das Team gebildet und die Projektmitglieder finden zusammen. In der nächsten Phase werden die Aufgaben gespeichert und die Projektmitglieder tragen die ersten Konflikte aus. Dabei kristallisiert sich ebenfalls heraus, welche Konfliktpunkte es innerhalb des Teams geben kann. In der Phase des Norming sind die Konflikte beigelegt und das Team kommt auf einen gemeinsamen Nenner. In der Phase des Performing findet die wirkliche Projektarbeit statt und die Teammitglieder ziehen an einem Strang.
  4. Projektstrukturplan: Der Projektsturkturplan stellt den Kern eines jeden erfolgreichen Projektes dar. Mit ihm ist es möglich, den Projektfortschritt detailliert nachverfolgen zu können, einzelne Projektaufgaben mit Ressourcen planen zu können und Fehler schneller zu identifizieren. Innerhalb dieses Plans werden einzelne Projektaufgaben den entsprechenden Teammitgliedern spezifisch zugeordnet. Alle weiteren Informationen, wie Bearbeitungsfortschritt, oder Budgetplanung werden an diese Zuordnungen angehängt. Der Vorteil daraus ist, dass alle Informationen sehr schnell verfügbar sind und dass etwaige Fehler aufgrund der Übersichtlichkeit des Projektstrukturplans schnell identifiziert werden können.
  5. Projektmanagement 2.0: Die Digitalisierung bringt zahlreiche Neuerungen für die Projektarbeit mit sich. Die Kommunikation innerhalb von Projektteams erfolgt nicht mehr nur von Angesicht zu Angesicht, sondern auch über Messenger. Dies bringt den Vorteil, dass bei standortübergreifenden Projekten lange Anreisen unnötig werden. Dadurch ist eine Einsparung von Zeit und Kosten möglich.
  6. Krisenkommunikation: Genauso, wie bei der regulären Kommunikation gibt es auch bei der Krisenkommunikation zwei Arten. Die interne Krisenkommunikation bezieht sich auf die Kommunikation innerhalb von Unternehmen. Dazu gehört nicht nur die Kommunikation während der Projektphase, sondern auch die Kommunikation während der Bildung des Projektteams. Die Projektarbeit in dieser Phase ist besonders krisengefährdet, da das Team noch nicht aufeinander abgestimmt ist, und daher sehr leicht Differenzen zwischen den einzelnen Projektmitgliedern enstehen können. Die externe Krisenkommunikation bezieht sich auf Personengruppen außerhalb des Unternehmens, die einen Einfluss auf das Projekt ausüben können. Beispielswise gehören dazu die Regierung, die Gesellschaft, oder Investoren. Man spricht bei der externen Krisenkommunikation also auch von der Öffentlichkeitsarbeit.
  7. Risikomanagement: Um das Risikomanagement so erfolgreich, wie möglich zu händeln, ist ein Risikobeauftragter erforderlich, der als Frühwarnsystem für potentielle Risiken dient. Die Rolle des Risikobeauftragten aber sollte als Unterstützerrolle für den Projektleiter verstanden werden. Um keine Differenzen in Bezug auf die Überschreitung von Kompetenzen entstehen zu lassen, sollte die Kommunikation beider Personen auf Augenhöhe stattfinden.
  8. Selbstmanagement: Das Selbstmanagement ist die erfolgreiche Strukturierung der eigenen Arbeitsweise und die damit verbundene Einordnung von Aufgaben. Für diesen Zweck gibt es mit unter anderem mit der ABC-Methode, der Eisenhower Methode und der Alpenmethode drei Methoden, die Aufteilung von Aufgaben in Prioritätskategorien ermöglichen und eine damit verbundene Strukturierung der täglichen Arbeit gewährleisten.
  9. Leadership: Leadership ist mit der Führung von Personen verbunden. Für den Projekterfolg ist aber nicht nur Leadership allein verantwortlich, da dieses die Motivierung und Einschwörung der beteiligten auf ein gemeinsames Ziel bedeutet. Für andere Aufgabengebiete, wie der Planung und Kontrolle bedarf es aber eines Managers. Ein erfolgreiches Projekt funktioniert also nur mit einem Manager und einem Leader. Beide müssen aber genau ihre Aufgabenfelder und Positionen kennen.

Projektmanagement ist facettenreich

Das Projektmanagement umfasst eine großen Bereich. Für den Erfolg von Projekten ist nicht nur eine gute Planung erforderlich. Der Projektleiter muss auch wissen, wie er in Bezug auf das Projekt kommuniziert und wie er Krisen händelt. Aber auch das Risikomanagement und die Motivation des Projektteams dürfen nicht vernachlässigt werden. Um alle Bereiche erfolgreich abzudecken und den Überblick zu behalten, bedarf es mit einem Risikobeauftragten und einem Leader Personen, die spezielle Aufgabenbereiche in Angriff nehmen. Dadurch wird der Projektleiter entlastet und er ist in der Lage, sich die Planung und die Steuerung des Projektes zu konzentrieren und diese Aspekte erfolgreich zu bewältigen.

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Alle Beiträge im Überblick:

> Projektmanagement: Die Stakeholder Analyse

> Projektmanagement: Kommunikation in Projektgruppen

> Projektmanagement: Teambuilding als Kompetenz

> Projektmanagement: Der Projektstrukturplan

> Projektmanagement: Digitale Auswirkungen

> Projektmanagement: Krisenkommunikation in Projekten

> Das Risikomanagement im Projektmanagement

> Leadership für ein erfolgreiches Projektmanagement

> Das Selbstmanagement im Projektmanagement

> Projektmanagement: Zusammenfassung und Fazit

Tags: Kampagne, Kommunikation, Strategie

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker ist Unternehmensberaterin für Digital Marketing Kommunikation und berät Unternehmen in der Strategie-Entwicklung mit Full-Service. Qualifizierte Mitarbeiter sorgen für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen. Claudia Hilker gibt Management-Workshops, schult Führungskräfte in Digital Leadership und ist Keynote-Speaker. Sie schreibt als Bestseller-Autorin Marketing-Fachbücher und bloggt über Marketing-Kommunikation, Social-Media-Marketing. Sie hat ihre nebenberufliche Dissertation über Social Media geschrieben und lehrt als Professorin Marketing an der AMD Akademie. Lassen Sie uns vernetzen: Twitter, Google+, Facebook, Xing, LinkedIn, Newsletter.

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