28 January 2016

Projektmanagement: Teambuilding als Kompetenz



In den bisherigen Beiträgen dieser Reihe zum Thema Projektmanagement wurden die Stakeholder-Analyse und die Kommunikation in Projektgruppen  thematisiert. Eine weitere Herausforderung für einen Projektmanager ist aber das Teambuilding und die damit verbundene Zusammenführung von Teammitgliedern aus verschiedenen Bereichen. Was gibt es dabei zu beachten?

Vier Phasen im Team-Building

Wie Teambuilding gelingt, wurde bereits in einem bisherigen Beitrag erwähnt. Aufgrund der Bedeutung für das Projektmanagement wird der Begriff des ''Teambuilding'' in diesem Beitrag noch einmal thematisiert.  Grundlegend für das Teambuilding sind mit dem Forming, dem Storming, dem Norming und dem Performing vier Phasen, die aufeinander aufbauend ablaufen.

Projektmanagement

1) Forming: In der Phase des Forming, die auch als Einstiegs- und Findungsphase bezeichnet wird, findet die Zusammenkunft der Teammitglieder statt. Da die Mitglieder des Projektteams in der Regel noch nicht miteinander bekannt sind, ist diese Phase durch Unsicherheit und Verwirrung gekennzeichnet. Die Teammitglieder machen sich miteinander bekannt und sichern ihre Zugehörigkeit zur Gruppe ab. Regeln und Ziele werden definiert und die Gruppe öffnet sich langsam der Aufgabe. Die Beziehungen der Teammitglieder untereinander sind noch unklar.

2) Storming: In dieser Phase der Teambildung findet die Verteilung der Aufgaben statt. Da die einzelnen Teammitglieder unterschiedliche Interessen und Stärken haben, kann es bei der Aufgabenverteilung schnell zu Konflikten kommen. Da es es auch häufig zu Unstimmigkeiten über Prioritäten kommt, wird diese Phase auch als Auseinandersetzungs- und Streitphase bezeichnet. Machtkämpfe um die Führungsrolle und den Status verursachen Spannungen im Team. Die Beziehungen sind konfliktbeladen bis zu feindselig. Es erfolgen Abstimmungen über die Arbeitsorganisation. Die Leistung der Gruppe ist gering.

3) Norming: In der dritten Phase des Teambuilding findet die Lösung des Konfliktes statt. Wie bereits im letzten Beitrag dieser Reihe beschrieben, nimmt der Projektmanager bei der Konfliktlösung die Rolle des Moderators ein. In der Regelungs- und Übereinkommensphase werden Normen und Regeln diskutiert oder durch stillschweigende Übereinkunft gefunden. Die Teammitglieder haben ihre Rollen gefunden und Kooperationen finden statt. Die Beziehungen werden harmonischer, die Akzeptanz steigt und das Team wendet sich der Aufgabe zu.

4) Performing: Die letzte Phase des Teambuilding ist Arbeits- und Leistungsphase. Innerhalb des Teams sind alle Konflikte beseitigt und die Leistung der Teammitlgieder hat sich eingependelt. Das Team orientiert sich an dem gemeinsam vereinbarten Ziel. Die Atmosphäre innerhalb des Teams kennzeichnet sich durch Anerkennung, Akzeptanz und Wertschätzung der einzelnen Teammitglieder. Das Team arbeitet effizient und ergebnisorientiert zusammen. Die Team-Mitglieder gehen vertrauensvoll miteinander um, kooperieren und helfen sich gegenseitig.

Der Beginn zum Erfolg

Um ein erfolgreiches Teambuilding zu erreichen, muss der Projektmanager die Eigenschaften der einzelnen Phasen gut kennen, und Anzeichen für eventuelle Konflikte frühzeitig erkennen. Ignoriert der Projektmanager das Bilden eines Teams, oder widmet er sich dieser Thematik nur sekundär, besteht die Gefahr, dass Konflikte die erfolgreiche Zusammenarbeit der einzelnen Teammitglieder stören und unmöglich machen. Details dazu finden Sie bei Wikipedia.

Ich hoffe, Ihnen hat der Beitrag zu Teambuilding im Zuge der Beitragsreihe zur Thematik des Projektmanagement gefallen. Bleiben Sie gespannt. Nächste Woche widme ich mich dem Aufbau eines Projektstrukturplans.

Weitere Beiträge zu dem Thema:

> Projektmanagement: Die Stakeholder Analyse

> Projektmanagement: Kommunikation in Projektgruppen

> Projektmanagement: Teambuilding als Kompetenz

> Projektmanagement: Der Projektstrukturplan

> Projektmanagement: Digitale Auswirkungen

> Projektmanagement: Krisenkommunikation in Projekten

> Das Risikomanagement im Projektmanagement

> Leadership für ein erfolgreiches Projektmanagement

> Das Selbstmanagement im Projektmanagement

> Projektmanagement: Zusammenfassung und Fazit

 

Tags: coaching, Strategie, Weiterbildung

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker lehrt Marketing an der Fresenius Hochschule. Als Unternehmensberaterin, Beirat und Aufsichtsrat begleitet sie Unternehmen im digitalen Wandel. Ihr qualifiziertes Team sorgt für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen. Als Bestseller-Autorin schreibt sie Marketing-Fachbücher. Als Speaker spricht sie auf internationalen Events über die digitale Business Transformation.

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