12 April 2016

Marketing Budget Kalkulation (1/4)



Wie hat sich die Marketing Budget Kalkulation in den letzten Jahren entwickelt? Welche Trends sind erkennbar? Welche Themen und Probleme dominieren dabei? Welche Erkenntnisse und welche Lösungsansätze lassen sich daraus ziehen? Eprofessional befragt jährlich Online-Marketing-Experten im Vorfeld der Branchenmesse dmexco. Die Ergebnisse letzten vier Jahre (2013-2016) werden in den vier Beiträgen der Serien Marketing Budget Kalkulation ausgewertet.

40 Prozent des Marketing Budgets  sind Verschwendung

Etwa 40 Prozent der Marketing Budgets sind demzufolge nicht sinnvoll angelegt. Zwar sind die Ergebnisse von 2013, dennoch erlebe ich in meinen Beratungsprojekten, dass viele Unternehmen noch mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Fast jeder dritte Befragte (31 Prozent) geht davon aus, dass 25 Prozent der Marketing-Budgets nicht zielführend investiert werden, weil folgende drei Gründe dies verhindern. Marketing Budget

  1. Silodenken und Platzhirsche : Grund für die mangelhafte Budgetverteilung ist, dass erhobene Kennzahlen sowie Kampagnen- und Kundendaten nicht ganzheitlich betrachtet werden (61 Prozent). Interne Machtkämpfen ist ein weiterer Grund (43 Prozent). Die Verantwortlichen in den einzelnen Bereichen verteidigen ihre Budgets und verhindern damit einen effizienten Mitteleinsatz. Silodenken und Platzhirsch-Gehabe sind absolut fehl am Platz, wenn es um den sinnvollen Einsatz von unternehmerischen Ressourcen geht. Bei Ego-zentrierten Denkweisen fehlt die unternehmerische Perspektive mit dem gemeinsamen Ansatz zur Zielerreichung. Alle Marketing-Maßnahmen müssen stringent gesteuert werden, nur dann entfalten sie ihre ganze Effizienz und erzielen maximale Werbewirkung.
  1. Die Erfolgsmessung fehlt: Eine weitere Ursache für fehlerhafte Ressourcenallokation sind die fehlenden Kennzahlen (57 Prozent). Budgets werden falsch eingesetzt, weil die verantwortlichen Entscheider gar nicht wissen, was die einzelnen Marketing-Instrumente, Kanäle und -Technologien tatsächlich leisten können. Das ist fatal. Hier muss Aufklärung betrieben werden, um Verschwendung zu vermeiden.
  1. Datenmassen (Big Data) überfordern Manager: In einem Punkt sind sich die Online-Marketing-Experten einig: Der Bewältigung der Datenflut kommt aktuell eine große Bedeutung zu. Neben der mobilen Nutzung des Internets (90 Prozent) sehen 82 Prozent Big Data und Datensilos als eine derzeit große bis sehr große Herausforderung im Online-Marketing. Das häufig diskutierte Thema Attribution scheint dagegen noch nicht in den Köpfen der Macher angekommen zu sein: Nur elf Prozent der befragten Experten halten das Thema für einen momentan wichtigen Trend im Online-Marketing.

Wie hat sich das Marketing weiter entwickelt? Um dies zu erfahren, laden wir Sie ein die Serie zum Thema Marketing Budget Planung weiter zu verfolgen. Der nächste Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema: Online-Marketing-Trends 2014: Content Marketing schlägt Mobile - Seien Sie gespannt!

Weitere Beiträge zum Thema:

> Digitales Marketing: Aktuelle Zahlen

> Digitales Marketing: Trends 2016

> Adobe Studie: Content-Marketing

Die digitale Transformation im Marketing

> Content-Marketing-Konzept von Hilker Consulting

> Whitepaper: Content-Marketing für Unternehmen

> Content-Marketing in drei Schritten mit Infografik

Tags: Blog Marketing, Strategie, online marketing, Marketing

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker lehrt Marketing an der Fresenius Hochschule. Als Unternehmensberaterin, Beirat und Aufsichtsrat begleitet sie Unternehmen im digitalen Wandel. Ihr qualifiziertes Team sorgt für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen. Als Bestseller-Autorin schreibt sie Marketing-Fachbücher. Als Speaker spricht sie auf internationalen Events über die digitale Business Transformation.

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