16 October 2016

Die Digitalisierung verändert den Datenschutz



Die Digitalisierung macht auch nicht vor der Finanzindustrie mit ihren strikten Richtlinien zum Datenschutz halt. Finanz-Unternehmen müssen sich an gesetzliche Einflüsse anpassen. Gestandene Player bekommen, aufgrund ihrer der Größe geschuldeten Behäbigkeit, neue Konkurrenz durch Onlineportale, die durch ihre Flexibilität anpassungsfähiger und durch ihre automatisierte Arbeitsweise kundenfreundlicher sind. Dies zwingt Unternehmen, sich neuen Einflüssen anzupassen, was Veränderungen in den Sicherheitsbestimmungen und in der Finanzindustrie vor allem im Bereich des Datenschutzes mit sich bringt. Wie können Unternehmen diese Herausforderungen meistern?

Rechenzentren bringen Vorteile mit sich

Da Mitarbeiter über unterschiedliche Geräte auf Daten zugreifen, ist die sicherheitstechnische Kontrolle über jedes einzelne Gerät mit einem enormen Aufwand verbunden. Dies macht es unmöglich, alle Daten auf den unterschiedlichen Geräten mit derselben Sorgfalt zu kontrollieren. DatenschutzDaher ist es lohnenswerter, derartige Daten konzentriert in Rechenzentren zu sichern, was einen enorme Zeit- und Kostenersparnis bei der Kontrolle der Sicherheit mit sich bringt.

Umfangreiche Strategien für den Datenschutz

Strategien zum Datenschutz lassen sich in der Digitalisierung mit Maßnahmen wie Zugriffsrechte und Datenverschlüsslung zur Daten-Speicherung verstärken. Ein Vorteil dabei ist die Isolation der Systeme voneinander. Nachteilig ist dabei aber, dass derartige Systeme äußerst kostspielig sind und daher nur von Branchen genutzt werden, die über strikte Sicherheitsvorgaben verfügen. Darüber hinaus schränkt der ständige Wechsel zwischen zwei isolierten Systemen die Benutzerfreundlichkeit ein. Container auf Softwarebasis dagegen kommen mit geringeren Anforderungen an den Datenschutz aus und sind daher auch beliebter.

Durch mobile Mitarbeiter kommen auf Unternehmenslösungen neue Herausforderungen, wie auch Risiken zu. Die erhöhte Mobilität von Mitarbeitern stellt für Unternehmen ein Risiko dar, da die mobile Bearbeitung von Daten außerhalb des Arbeitsplatzes denselben Sicherheitsstandards entsprechen muss, wie innerhalb des Unternehmens. Dies stellt gleichzeitig die Herausforderung dar, den Nutzern der Unternehmenslösungen eine benutzerfreundliche Arbeitsoberfläche zu bieten, da verschachtelte Sicherheitssysteme innerhalb der Lösungen oft zu Umwegen und zur Unzufriedenheit der Nutzer führen.

Sicherheit darf die Nutzer nicht einschränken

Werden mobile Anwenderlösungen genutzt, fordern die Nutzer Sicherheitsrichtlinien, welche transparent einsehbar sind. Dies bedeutet für die Anbieter der Lösungen oft Hindernisse in der Ausführung. Es ist aber dennoch möglich, Sicherheitseinstellungen vorzunehmen, welche automatisch im Hintergrund ablaufen, ohne dass dies die Anwender in der Nutzung einschränkt. Beispielsweise können Bestimmungen zum Datenschutz ortsabhängig festgelegt werden, sodass diese innerhalb von sicheren Unternehmensnetzwerken weniger strickt sind, als bei der mobilen Arbeit. Eine weitere Herausforderung für die Einbindung von Sicherheitsbestimmungen sind gesetzliche Richtlinien, welche sich branchenspezifisch ständig ändern. Dies fordert von Unternehmen, Maßnahmen zum Datenschutz flexibel und leicht veränderbar einzubinden, um diese bei einer nötigen Aktualisierung ohne große Umwege anpassen zu können, ohne die Nutzer der Anwendungen in ihrer Tätigkeit einzuschränken

Die Finanzindustrie benötigt Lösungen mit erhöhtem Datenschutz

In Bezug auf die Digitalisierung existieren unterschiedliche Möglichkeiten, Systeme abzusichern. Allerdings sind nicht alle Möglichkeiten für alle Branchen geeignet. Branchen mit erhöhten Anforderungen an den Datenschutz, wie beispielsweise die Finanzindustrie, benötigen Lösungen, die derartigen Anforderungen gerecht werden. Um zu gewährleisten, dass die verwendeten Daten umfassend geschützt sind, ist eine geeignete Authentifizierung der Nutzer der Systeme erforderlich. Durch äußere Einflüsse, wie beispielsweise Gesetze und Regelungen ist eine mehrfache Authentifizierung mittlerweile verpflichtend. Eine Erhöhung des Datenschutzes birgt aber auch Risiken, da erhöhte Sicherheitsstandards die Gefahr mit sich bringt, die Nutzerfreundlichkeit einzuschränken. Um dies zu verhindern, müssen Unternehmen Möglichkeiten finden, die Sicherheitsrichtlinien auf eine Art und Weise einzubauen, die die Nutzer nicht in ihren Möglichkeiten einschränkt und die Anpassung der Richtlinien zum Datenschutz durch sich ändernde gesetzliche Grundlagen flexibel und automatisiert möglich macht.  Im speziellen in der Finanzindustrie ist die vonnöten, da sich dort gesetzliche Vorgaben ständig ändern und Unternehmen sich daher flexibel anpassen müssen.

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Tags: Strategie, Digitalisierung, Banken, Finanzdienstleister, Sicherheit

Über Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker

Prof. Dr. Claudia Hilker ist Unternehmensberaterin für Digital Marketing Kommunikation und berät Unternehmen in der Strategie-Entwicklung mit Full-Service. Qualifizierte Mitarbeiter sorgen für die fachgerechte Umsetzung der Maßnahmen. Claudia Hilker gibt Management-Workshops, schult Führungskräfte in Digital Leadership und ist Keynote-Speaker. Sie schreibt als Bestseller-Autorin Marketing-Fachbücher und bloggt über Marketing-Kommunikation, Social-Media-Marketing. Sie hat ihre nebenberufliche Dissertation über Social Media geschrieben und lehrt als Professorin Marketing an der AMD Akademie. Lassen Sie uns vernetzen: Twitter, Google+, Facebook, Xing, LinkedIn, Newsletter.

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